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Nationalrat: Rosenkranz entzieht sich erstmals der Anerkennung

    Nationalrat: Rosenkranz entzieht sich erstmals der Anerkennung

    Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) deutete am Sonntag in der ORF-Sendung „Hohes Haus“ an, dass er die kürzlich von der ÖVP geforderte Sicherheitsuntersuchung von Parlamentsmitarbeitern angehen werde. Sollte es eine Mehrheit im Präsidium geben, sei er „zu allem bereit“, sagte er in der ORF-Sendung „Hohes Haus“.

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    Die Debatte über Sicherheitskontrollen für Parlamentsmitarbeiter schwelte aufgrund personeller Überschneidungen zwischen der FPÖ und den vom Verfassungsschutz als Rechtsextremisten eingestuften „Identifikatoren“ schon lange. Zuletzt sprach sich ÖVP-Klubobmann Ernst Gödel in einem ORF-„Bericht“ für Sicherheitskontrollen aus. Gödl begründete dies mit häufigen Vorfällen im FPÖ-Umfeld.

    Der Rosenkranz: „Für alle verfügbar“

    Rosenkranz machte am Sonntag deutlich, dass er „zu allem bereit“ sei, was im Präsidialrat per Mehrheit oder Konsens entschieden werde. Er sprach dieses Thema bei einer der letzten Präsidentschaftswahlen an, aber alle Parteien sagten „Nein“ zu ihm.

    Sollte sich die Meinung ändern, könne die ÖVP bei einer der nächsten Präsidentenkonferenzen „einen Vorschlag vorlegen“. „Vielleicht ändert sich die Hausordnung und ich werde sie durchsetzen. Ich bin hier kein Diktator.“

    Identitär: „Zumindest Teile“ des Rechtsextremismus.

    Rosenkranz äußerte Vorbehalte gegen die personelle Überschneidung zwischen der FPÖ und den vom Verfassungsschutz als Rechtsextremisten eingestuften „Identifikationisten“, die in letzter Zeit häufig diskutiert wurden. Kürzlich wurde bekannt, dass die parlamentarischen Mitarbeiter in den blauen Reihen Verbindungen in diese Richtung haben. (Hier geht es zu den Kommentaren von Simon Rosner.) Zudem waren einige Männer in Gewalttaten verwickelt, wie kürzlich bekannt wurde, bei dem Angriff auf einen Taxifahrer in Leoben. Die Freiheitliche Partei behauptete, sie habe sich bereits getrennt.

    Rosenkranz bestritt kürzlich in einem „Courier“-Interview, dass das Parlament für jemanden, der Mitglied der Identifiers sei, tabu sei. Ihm sei zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt gewesen, dass der betreffende Mitarbeiter bereits gekündigt habe. Er wollte aber darauf hinweisen, dass er „jemand ist, der zeigt, dass man eine andere Weltanschauung hat.“ Hier geht es um den Vorwurf einer Straftat. Solche Angelegenheiten haben im Parlament keinen Platz.

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    Von den Identitären sagte Rosenkranz, dass wir zumindest jetzt sehen, dass „die Mitglieder nicht nur gewaltbereit sind, sondern gewalttätig sind.“ Auf die Frage nach der Einschätzung des Innenministeriums, ob die Identifikatoren als rechtsextremistische Bewegung einzustufen seien, sagte Rosenkranz: „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass zumindest Teile von ihnen auch nach Beispielen von Gewalttaten tatsächlich Gewalt als Mittel einsetzen und daher Rechtsextremisten sind.“

    weist Kritik an der Ernennung des Parlamentarischen Direktors zurück

    Zur vor allem von den Grünen geäußerten Kritik an der Ernennung des neuen Parlamentarischen Geschäftsführers Roland Weinert sagte Rosenkranz, es habe ein Auswahlverfahren gegeben und es seien elf Bewerbungen eingegangen. „Auch in Österreich gibt es kein Berufsverbot für Burschenschafter. Und wenn irgendjemand das Gefühl hat, dass er das einführen muss, dann erinnert mich das an eine Zeit, in der ich dachte, es gäbe sie schon lange nicht mehr.“

    Zur von den Grünen angestrebten Möglichkeit, den Nationalratspräsidenten zu wählen, sagte Rosenkranz: „Wenn es eine Mehrheit gibt, warum nicht?“

    Migration zum Rosenkranz „wissenschaftlicher Begriff“.

    Rosenkranz verteidigte die Tatsache, dass er im Gegensatz zum zweiten Vorsitzenden Peter Höbner (ÖVP) und der dritten Vorsitzenden Doris Bures (SPÖ) keinen Aufruf zur Ordnung von FPÖ-Abgeordneten ausgesprochen habe, die im Parlament das Wort „Remigration“ verwendeten: „Für mich ist „Remigration“ ein Wort, das aus der Wissenschaft kommt und seit den 1960er Jahren verwendet wird.

    Kritik an den Grünen

    Scharfe Kritik kam von den Grünen. „Rosenkranz tut, was Libertäre immer tun, wenn sie Kritik ausgesetzt sind: Er nimmt die Opferrolle ein, anstatt sich kritisch mit der eigenen Partei und ihren rechtsextremen Aktivitäten auseinanderzusetzen“, sagte der grüne Rechtsextremismussprecher Lucas Hammer in einer Aussendung. „Dies bestätigt nur, was wir seit seinem Amtsantritt gesagt haben: NR-Präsident Rosenkranz ist für dieses Amt völlig ungeeignet und hat nun endgültig das Vertrauen des Parlaments verloren. Wir müssen dringend über die Möglichkeit einer Abwahl sprechen.“

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