Lennart Karl wird bei der WM nicht für Deutschland spielen können. Foto: Bild/Ulmer/Teamfoto
DFB-Schock: WM-Aus für Karl-Hoffnungen – Ouédraogo rückt nach
Schock für Julian Nagelsmann: Der Bundestrainer muss bei der WM auf Abstiegsstar Lennart Karl verzichten. Der 18-Jährige erlitt beim Abschlusstraining zur Generalprobe des Turniers gegen die USA in Chicago einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund am Freitagnachmittag (Ortszeit). Etwas überraschend wird Leipzigs Asan Wedraogo als Offensivspieler des FC Bayern nominiert.
„Es tut mir unglaublich leid für Lenny. Mit seiner Unbekümmertheit, seinem Witz, seinem Tempo und seiner Persönlichkeit hat er sich wirklich gut in die Mannschaft integriert. Es ist ein großer Schock für ihn und uns alle, dass er die WM verpasst“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann. Dass Karl noch jung sei und noch viele Turniere vor sich habe, sei „nur ein kleiner Trost“. „Wir würden ihn gerne im Team haben.“
Uedraogo ersetzt Carl
Ouédraogo ist nun auf dem Weg dorthin. Sein bisher einziges Länderspiel bestritt der 20-Jährige im November gegen die Slowakei (6:0) und punktete auch. Dann wurde er von zwei Knieverletzungen gestoppt und kehrte erst Anfang April zu RB zurück.
„Mit Asan Ouedraogo bekommen wir nun einen Spieler, der wie Lenny ein tolles Debüt für uns gegeben hat. Er ist zudem sehr talentiert und sollte hier mutig und unbeschwert spielen“, sagte Nagelsmann.
Gegen die USA am Samstag (20.30 Uhr MESZ/RTL) fällt Ouedraogo weiterhin aus – ebenso wie Manuel Neuer. Der Weltmeister von 2014 erhöht sein Arbeitspensum nach der Wadenverletzung, die er sich vor drei Wochen zugezogen hat, weiter. „Er ist auf dem Weg zur Höchstform. Aber wir wollen noch kein Risiko eingehen“, sagte Nagelsmann und kündigte Neuers Start ins Mannschaftstraining nächste Woche an.
Gegen die USA will Nagelsmann „Emotionen aufsaugen“.
Das Spiel am Samstag im Soldier Field in Chicago, das mit über 60.000 Zuschauern ausverkauft war, dürfte unabhängig von personellen Bedenken eine echte Belastungsprobe werden. „Es geht darum, die Emotionen aufzunehmen und zum Turnier zu kommen“, sagte Nagelsmann, der einen WM-Notfall simulieren will.
Er möchte so viel Vertrauen wie möglich in die Startaufstellung setzen, die beim Turnierauftakt am 14. Juni in Houston gegen den Außenseiter Curacao für einen Raketenstart sorgen dürfte.
Der vierfache Weltmeister möchte seine Siegesserie fortsetzen und weiter an seiner Automatik arbeiten. „Wir gehen das Spiel wie ein WM-Spiel an und wollen Selbstvertrauen gewinnen“, sagte Kai Havertz, dem von Nagelsmann bereits eine Verpflichtung im Angriffszentrum zugesichert wurde und der erstmals seit November 2024 als gefürchteter Dreizack an der Seite von Florian Wirtz und Jamal Musiala rotieren wird.
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Die USA mit Ex-Dortmunder Christian Pulisic sehen Havertz und Nagelsmann als gute Indikatoren. Die US-Amerikaner seien ein „Topteam“, sagte Havertz: „Es wird ein guter Test für das erste Gruppenspiel, so werden wir es angehen. Wir wollen uns an die Atmosphäre, das Spielfeld und die Umstände gewöhnen.“
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Nagelsmann erwartet „ein sehr emotionales Spiel“. Der Co-Gastgeber der Weltmeisterschaft wird jedoch keinen der drei Gruppengegner Curaçao, Côte d’Ivoire (Côte d’Ivoire) oder Ecuador “spiegeln”. (Seite)
