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Wegen Drogendealern: Europäische Hauptstädte verbieten E-Scooter

    Wegen Drogendealern: Europäische Hauptstädte verbieten E-Scooter


    Wer in Zukunft einen E-Scooter in Brüssel nutzt, sollte mehr auf die Route achten. Elektroautos sind mittlerweile in 19 Bezirken der belgischen Hauptstadt verboten. Der Grund ist jedoch eine geringere Verkehrssicherheit als der Drogenhandel. Kriminelle nutzen offenbar lieber Motorroller, um der Polizei zu entkommen oder auch bei Schießereien mobil zu bleiben. Die entsprechenden Polizeivorschriften wurden vom Brüsseler Ministerpräsidenten Boris Dilliès unterzeichnet. Betroffen sind sowohl private E-Scooter als auch Leihroller. Sie dürfen in den betroffenen Gebieten nicht im öffentlichen Raum gefahren oder geparkt werden. Dazu gehören die Gegend um die Nord- und Südbahnhöfe sowie die bekannten Drogenhandelsorte Anderlecht und Molenbeek.

    Entfliehen Sie auf zwei Rädern

    Nach Angaben der Behörden sind E-Scooter für Kriminelle besonders nützlich. Sie sind flink, schnell und können Ihnen helfen, Polizeikontrollen zu vermeiden. Noch brisanter sind die Vorwürfe, dass Roller auch bei Schießereien von Drogenbanden zum Einsatz kommen. Laut FAZ wurden seit Anfang 2025 im Brüsseler Stadtgebiet insgesamt 175 Schießereien registriert, davon standen 125 im Zusammenhang mit Drogenhandel. Bei 56 dieser Vorfälle sollen E-Scooter eine Rolle gespielt haben.

    Die neuen Regelungen sollen daher nicht nur den Drogenhandel eindämmen, sondern auch die damit verbundene Gewalt bekämpfen. Neben dem Rollerverbot gelten in 19 Hotspot-Gebieten weitere Einschränkungen. Beispielsweise der öffentliche Alkoholkonsum zwischen 22 und 22 Uhr. Der Aufenthalt außerhalb von Bars und Restaurants ist zwischen 16 und 18 Uhr verboten. Außerdem ist der Verkauf von Pyrotechnik eingeschränkt und die Polizei darf dort ohne Angabe von Gründen Ausweise kontrollieren.

    Und es gibt kein elektrisches Entrinnen

    Für die Drogenszene bedeutet dies, dass jeder, der bislang auf E-Scooter als schnelles Pendelmittel angewiesen war, wohl eine Alternative finden muss. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob ein Verbot allein den Drogenhandel und die Gewalt in den betroffenen Gebieten tatsächlich eindämmen kann. Ungeachtet dessen plant die Hauptstadtregion, ab dem 1. Januar 2027 im gesamten Stadtgebiet den Verleih von E-Scootern einzustellen. Bei den verbleibenden Anbietern laufen die jeweiligen Lizenzen aus. Dieser Schritt wird offiziell mit der Unfallgefahr von Rollern begründet.

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    Für die Polizei ist das Verbot ein weiterer Versuch, den Drogenhandel und die damit verbundene Gewalt einzudämmen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Berechnung nützlich sein wird. Denn selbst wenn E-Scooter in den betroffenen Gebieten verschwinden, wird der Drogenhandel wahrscheinlich nicht mit ihnen verschwinden. Mindestens zwei Elektrofahrräder sollen den Händlern die Flucht erschweren – und die Polizei hofft, dass dadurch auch die Zahl der gewalttätigen Auseinandersetzungen sinkt.



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