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Die Fans stürmen aufs Feld! Das Spitzenspiel der zweiten Liga ist völlig eskaliert

    Die Fans stürmen aufs Feld! Das Spitzenspiel der zweiten Liga ist völlig eskaliert

    Die Fans von Dynamo Dresden und Hertha durchbrachen die Absperrungen und jagten sich gegenseitig auf dem Spielfeld. Foto: imago/Jan Hübner

    Die Fans stürmen aufs Feld! Das Spitzenspiel der zweiten Liga ist völlig eskaliert

    Solche Szenen möchte man in keinem Stadion sehen. Ein äußerst unangenehmer Vorfall ereignete sich nach etwa 20 Minuten im Spiel der besten Zweitliga zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSK (0:1). Fans beider Mannschaften durchbrachen die Absperrungen und stürmten hinein. Die Fans verfolgten sich mitten auf dem Spielfeld und die Polizei stürmte das Spielfeld. Das Spiel wurde sofort abgebrochen.

    Unmittelbar nach Spielbeginn kam es am Samstagabend in der Zweiten Liga zu einer rund fünfminütigen Spielunterbrechung. Die Hertha-Fans sorgten mit ihrer Choreografie für mächtig Rauch und es hieß, es habe zeitgleich vor dem Stadion eine Pyroshow der Dresdner gegeben. Schiedsrichter Sven Jablonski (Bremen) musste warten, bis sich der Rauch verzog.

    Fans von Dresden und Hertha BSK jagen sich gegenseitig auf dem Spielfeld

    Doch nach 19 Minuten kam es zu wirklich schlimmen Szenen. Anhänger der Gäste aus Berlin durchbrachen die Absperrung und rannten auf den Platz, um Pyroflamellen in den Dresdner Block zu werfen. Dadurch gelangten auch Menschen aus der Heimatregion ins Landesinnere. Auf der Wiese gab es echte Jagdszenen. Ein schockierender Anblick.

    Die Polizei verfolgte die in den Innenraum eingebrochenen Fans von Dynamo Dresden und Hertha.

    „Es ist unwirklich. Ich bin ein bisschen geschockt“, sagte Dresdens Sportdirektor Søren Gonter in der Pause bei Sky. „Zuerst schaust du dir das Spiel an und dann siehst du plötzlich ein oder zwei Leute da rauslaufen und Raketen schießen. Du denkst in Fußballbegriffen und das hat nichts damit zu tun. Das wollen wir hier nicht sehen.“

    Der Flaggendiebstahl löste angeblich Unruhen unter den Fans aus

    Laut Sky soll der Diebstahl einer Zaunfahne Auslöser der Störung gewesen sein. Die Dresdner Ultras sollen vor dem Anpfiff eine Hertha-Fahne gestohlen und diese dann im Block gehisst haben, um bösartige Sprechchöre zu skandieren. Gonter bestätigte diese Meinung. „Dann gehen die Hertha-Spieler rein und einige von uns gehen über die Maßen. Und so läuft das“, analysierte der ehemalige St. Pauli-Profi.

    Pyrotechnik brennt mitten auf dem Rasen. Abseits des Geschehens jagen Fans beider Teams einander.

    Nach der Provokation sprangen mehrere Hertha-Fans hinein und warfen Fackeln auf den Nachbarblock. Dann kamen Leute aus dem Dresdner Block herein. Die beiden Lager verfolgten sich mitten auf der Wiese, bevor die Polizei einschritt. Gleichzeitig wurde die gestohlene Flagge verbrannt. Szenen, die eines Zweitligaspiels der höchsten Spielklasse, aber auch keiner anderen Liga, unwürdig sind.

    „Das ist nicht das, was wir hier sehen wollen“, stellte Dresdens Finanzdirektor Stephan Zimmermann in der Halbzeitpause klar. „Das war heute ein großer Wurf. Völlig falsch. Wirklich völlig falsch. Dafür stehen wir nicht.“

    Hertha-Boss Görlich verurteilt den Fan-Skandal deutlich

    Hertha-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich fand klare Worte: „Meiner Meinung nach haben Szenen wie diese nichts mit Fußball zu tun. Ich kann mich nur bei allen Beteiligten entschuldigen. Das passt überhaupt nicht zu unseren Werten. Sobald es Gewalt gibt, hört es für mich einfach auf. Ich möchte kein Verständnis dafür äußern. Das ist nicht möglich.“

    Im Spitzenspiel der zweiten Liga zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSK musste die Polizei mit einem Großaufgebot eingreifen.

    Erst nach mehr als einer Viertelstunde beruhigte sich die Lage. Die inzwischen in den Katakomben verschwundenen Spieler kehrten auf das Spielfeld zurück. Schiedsrichter Jablonski signalisierte nach einer knapp 20-minütigen Pause die Wiederaufnahme des Spiels. Die Uhr wurde auf die 19. Minute zurückgedreht.

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    Zu diesem Zeitpunkt stand es noch 0:0. Die Mehrheit der Hertha-BSC-Fans bekam vom weiteren Spielverlauf nichts mit. Sie verließen nach den Vorfällen den Gästeblock und verpassten so, dass ihre nach der Roten Karte von Josip Brekalo (66.) überspielten Berliner durch ein kurioses Eigentor von Alexander Rosipal (80.) am Ende mit 1:0 siegten. Das Ergebnis an diesem Abend war ohnehin unerheblich.

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