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Fußball-WM: Der Spanier Marc Cucurella – der Mann hinter dem Wuschelkopf

    Fußball-WM: Der Spanier Marc Cucurella – der Mann hinter dem Wuschelkopf

    Mit wallender Mähne brüllt Marc Cucurella über den linken Flügel. Hin und her. 90 Minuten. Und bei Bedarf auch mehr. Der Wuschelkopf ist ein leidenschaftlicher Tackler, ein starker Crosser, eine echte Energiequelle – und der Schlüssel zum Erfolg Spaniens bei dieser Weltmeisterschaft. Wer ist dieser Mann, der vor dem Finale gegen Argentinien am Sonntagabend (21 Uhr Mesz, ORF1) so unverzichtbar geworden ist?

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    Zuletzt wurde Cucurella im Halbfinale zum Albtraum für Frankreichs Offensiv-Asse um Kylian Mbappé. „Was für eine tolle Leistung!“ rief der Außenverteidiger, als er nach dem verdienten 2:0-Sieg des Europameisters in die Umkleidekabine rannte. Immer noch voller Adrenalin. Ebenfalls unvergesslich: In Deutschland wurde Cucurella vor zwei Jahren durch sein ungestraftes und vieldiskutiertes Handspiel im EM-Viertelfinale zum großen Feindbild.

    Nach der Weltmeisterschaft für Real Madrid

    Cucurella fehlt die Popularität und das Charisma früherer großer Verteidiger wie Sergio Ramos, Carles Puyol oder Gerard Pique, der vor 16 Jahren Spaniens einzigen WM-Titel gewann. Aber vielleicht ist es genau das, was es so wertvoll macht. Spaniens Cheftrainer Luis de la Fuente sagte, die Franzosen müssten im Halbfinale gegen „die beste Mannschaft“ spielen, und meinte damit nicht die Spielqualität seiner Schützlinge, sondern ihren Teamgeist. Cucurella lebt wie kein anderer.

    Der Defensivmann hat früh in seiner Karriere gelernt, dass man nicht immer direkt ins Rampenlicht treten muss, sondern auch weniger glamouröse Umwege in Kauf nehmen muss. Cucurella wurde in der berühmten Talentschmiede des FC Barcelona ausgebildet, wurde zunächst an SD Eibar und Getafe FC ausgeliehen und spielte dann für Brighton & Hove Albion, bevor er 2022 den Sprung zum Chelsea FC wagte. Nach der Weltmeisterschaft macht er einen noch größeren Schritt: zu Real Madrid. Voller Überzeugung – und als gebürtiger Katalane.

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    Vater eines autistischen Sohnes

    Cucurella weiß, dass sie nicht nur zu Hause Freunde findet, indem sie zu den „Royals“ geht. Er versteht es, alles einzuordnen, was ihm in den Weg kommt. Ein Jahr, nachdem er den Ball im deutschen Viertelfinal-Aus im Jahr 2024 erhalten hatte und der englische Schiedsrichter Anthony Taylor immer noch keinen Elfmeter verhängte, kehrte Cucurella im vergangenen Sommer zum Nations-League-Finale nach Stuttgart und München zurück. Er wurde brutal geschlagen – und er ließ es sich nicht anmerken.

    Wer Cucurella abseits des Spielfelds trifft, wird einen nachdenklichen Mann erleben, der weiß, dass es im Leben mehr gibt als nur Fußball. Er ist Vater eines autistischen Sohnes und spricht offen darüber. „Es ist schwer“, sagte er einmal. „Niemand bringt einem bei, wie man ein Elternteil ist, aber irgendwann muss man es lernen. Ein autistisches Kind versteht Dinge nicht wie seine Geschwister, man muss lernen, es zu verstehen.“ Sie machen es gemeinsam. Cucurella, seine Partnerin Claudia Rodriguez und ihre beiden anderen Kinder.

    Gegenseitiges Verständnis ist der Schlüssel zum Erfolg – ​​auch im Sport. Cucurella hat eine besonders enge Beziehung zum spanischen Trainer de la Fuente. Auch weil er ihn bereits im Jugendbereich trainiert hat. „Er ist ein toller Kerl und ein toller Trainer“, sagte er einmal über den 65-Jährigen. Als Nationaltrainer müsse man plötzlich Spieler, die sich bei großen Turnieren nicht oft sehen, vereinen und wochenlang bei Laune halten, erklärte Cucurella. Und da ist de la Fuente „die Nummer eins“.

    Nach dem EM-Sieg 2024 färbte sich Cucurella die Haare rot – in Anlehnung an den Spitznamen der spanischen Nationalmannschaft: „La Furia Roja“ (Die rote Wut). Jetzt denkt er sogar darüber nach, sich das Gesicht des ehrwürdigen de la Fuente klein tätowieren zu lassen. Du musst es nur verstehen, Mann des Glaubens.



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